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Neujahrsempfang 2018
Foto oben:
Stattliche Politprominenz vor Ort in Hoßkirch – auf dem Foto: Bundestagsabgeordneter Axel Müller, Bundestagsabgeordneter Benjamin Strasser und Landtagsabgeordneter August Schuler nebst Bürgermeister Roland Haug mit Partnerin Claudia Schaden und den beiden Bürgermeister-Stellvertretern Robert Germann und Richard Wetzel, dazu der Glücksbringende Kaminfeger-Meister Josef Wurm.

Die Gemeinde Hoßkirch hatte zum Bürgerempfang im neuen Jahrgeladen. Der Veranstaltung haben viele Besucherinnen und Besucher im renovierten und frisch dekorierten Dorfzentrum beigewohnt. Den Auftakt lieferten die Musikkapelle Hoßkirch, dazu der mittlerweile schon traditionelle Auftritt mit Gedichtvortrag unseres glücksbringenden Kaminfegers.
Bürgerempfang zum neuen Jahr / 8. Januar 2017 im Dorfzentrum
 
Ein Jahr ist nichts,
wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel,
wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts;
wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel,
wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel,
wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn
genossen und gestrebt.
(Hanns Freiherr von Gumppenberg)

Nachstehend wiedergegeben die Begrüßung und Ansprache von Bürgermeister Roland Haug
mit Rückblick 2017 und Ausschau 2018
… es gilt das gesprochene Wort:

"Meine sehr geehrten Damen und Herren, 2018 ist noch jung genug, um Sie mit den besten Wünschen zum neuen Jahr zu begrüßen. Ich freue mich, dass Sie nach den vielen Festtagen der vergangenen Wochen heute auch zu unserer kleinen Feier gekommen sind.

Liebe Gäste, in den Wochen vor dem Jahreswechsel präsentierten uns die Medien wieder eine Vielzahl von Jahresrückblicken. Noch einmal wurde dem geneigten Leser oder Zuschauer vor Augen geführt, was in Politik und Wirtschaft im vergangenen Jahr wichtig war und welche
Eskapaden von angeblichen Promis uns womöglich entgangen sind.

Wenn auch ich nun zunächst in das vergangene Jahr zurückblicke, dann gibt es dafür gute Gründe – nämlich Stolz und Dankbarkeit. Dank Ihrer Unterstützung, meine Damen und Herren, und der vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit unserer Bürger/innen konnten wir in den zurückliegenden zwölf Monaten wieder viele Projekte erfolgreich umsetzen. Auf diese Jahresbilanz können wir alle stolz sein.

Doch politischer Erfolg hängt immer auch von den Protagonisten ab. Betrachten wir kurz zwei politische Aufsteiger der vergangenen Monate: den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron und den englischen Labour-Chef Jeremy Corbyn. Niemand hätte diesen beiden Kandidaten zu Beginn ihrer Wahlkämpfe viel zugetraut, und doch haben beide in ihren Ländern für politische Erdbeben gesorgt. Dabei ging es nicht nur um Inhalte. Nein, die Inhalte wurden durch zwei Protagonisten verkörpert, die trotz vieler Unterschiede eine Sache gemeinsam haben: Sie stehen für Glaubwürdigkeit und Persönlichkeit. Das ist anscheinend das, was Wähler erwarten.

Ich mag jetzt nicht tiefer in die Bundestagswahl vergangenen September eingehen - zum Denken gibt sie und vor allem das danach aber schon. In der gesellschaftlichen Wirklichkeit sollte es doch kein Schwarz oder Weiß geben. Aber Berlin und damit unser Land steht immer noch „regierungslos“ da. Und anderswo wiederum gibt es den Regenten Herr Trump, dessen Wahl zum Präsidenten der USA genauso wie die Entscheidung zum Brexit viele Menschen im letzten Jahr an der Demokratie zweifeln ließen.

Meine Damen, meine Herren, nehmen wir den Jahresbeginn aber nicht zum Zweifeln; denn der Jahresbeginn ist immer ein guter Moment, innezuhalten, den eigenen Standpunkt zu überprüfen und vielleicht ein paar gute Vorsätze zu formulieren. Und natürlich auch anzufangen, sie umzusetzen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste,
„Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen noch große Vorhaben zu verwirklichen“, sagte einst Thomas Woodrow Wilson. Er wurde insbesondere durch sein „14-Punkte-Programm“ bekannt, das er vor ziemlich genau 100 Jahren, am 8. Januar 1918, in einer Rede vor beiden Häusern des US-Kongresses, umriss. Dieses Programm enthielt die Grundzüge einer Friedensordnung für das vom Ersten Weltkrieg erschütterte Europa. Nun, ich habe Ihnen heute keine 14 Punkte mitgebracht, sondern „nur“ fünf. Und ich will auch nicht über ganz Europa sprechen, sondern „nur“ über unsere Gemeinde. Wobei das Wort „nur“ in diesem Zusammenhang natürlich nicht ganz passt: Denn es sind fünf Punkte, die mir wirklich sehr wichtig sind, genauso wie mir unsere Gemeinde, die unser aller Zuhause ist, sehr am Herzen liegt.

Hier in Hoßkirch ein friedliches und zufriedenes Miteinander aller Menschen, die hier leben (und arbeiten) zu ermöglichen, ist mir als Bürgermeister ein tief empfundenes Anliegen. Denn nur was im Kleinen beginnt, kann auch über die Stadt- und Ländergrenzen hinausgetragen werden. Aber kommen wir zu meinen fünf Punkten, von denen der erste natürlich ist, Ihnen allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen: für Sie und Ihre Familien, für Ihren privaten Alltag und im Beruf – und für uns alle als Gemeinde.

Viele von Ihnen sind sicherlich mit guten Vorsätzen in das Jahr 2018 gestartet, vielleicht auch mit „Visionen“, wie Thomas W. Wilson es nennt: Und ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingt, Ihre Vorsätze in die Tat umzusetzen, Ihre Vorhaben zu verwirklichen und Ihre Ziele zu erreichen. Womit ich auch schon bei meinem zweiten Punkt bin: beim Rückblick auf das Jahr 2017, für das wir uns hier in Hoßkirch auch einiges vorgenommen hatten. Doch wie weit sind wir gekommen? Welche Vorhaben konnten wir realisieren? Wo stecken wir noch fest? Und in welchen Bereichen sind wir jetzt sogar schon einen Schritt weiter, als wir es uns erhofft hatten?

Hoßkirch hat ein neues Seebad. Und die Fertigstellung war zweifelsohne ‚der‘ Höhepunkt des vergangenen Jahres. Ich bin froh und stolz, dass wir hier nach zäher Zeit und Konfrontationen dieses wunderbare Gebäude am See nun stehen haben. Ein lange gehegter Wunsch – und mit Blick auf den Altzustand auch eine große Notwendigkeit – ging damit in Erfüllung. Die Bevölkerung und all die vielen und hoffentlich wieder noch mehr werdenden Bade-/Gäste dürf(t)en sich von unserem neuen „Schmuckstückle“ überzeugen. Sie stimmen mir zu: Das Bauwerk ist mehr als nur gelungen. Dass das so ist, war keine Zauberei, sondern harte Arbeit. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Schon im Planungsprozess wurden alle gehört, also nicht nur Ämter und Behörden, sondern auch Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die Sie eifrig in manch Sitzungen und auch auf offener Straße den einen und anderen Einwand wie Vorstoß und Gedanken gegeben haben. Eigentlich sollt ich in meiner Hand nun einen Blumenstrauß tragen als symbolischer Dank an alle Beteiligten. Anstelle dessen rufe ich meinen Dank nochmals all denjenigen zu, die zur Realisierung beigetragen haben – unserer Planungsgruppe, dem Gemeinderat, Bauhof, Verwaltung und allen beteiligten Bauarbeitern und Handwerkern, nicht zuletzt den vielen Vereinsvertretern, die beachtlich Hand mit angelegt haben. Verehrte Gäste, auf das wir uns noch lange erfreuen an diesem modernen, hellen, freundlichen und doch funktionalen Gebäude mit Kiosk, Sitzstube, Außenterrasse, sanitäre Anlagen. „Es war höchste Zeit, es heißt jetzt SEEzeit, und des in Hoßkirch am See, mit dem Bau eiser Ort macht no meh schee.“ 

Ein anderes was doch auch sehr „schee“ geworden ist: unser Dorfzentrum. Ich muss gestehen, anfangs sah das nicht danach aus. Sie erinnern sich noch an die Bruchstellen und halboffener Putz, naja, es gab sogar die passende Steilvorlage für das zurückliegende Fasnetsmotto, nämliche „Baustelle(n)“. Heute können mir genauso mit Stolz behaupten: auch dieser Aufwand hat sich gelohnt. Die herausgeputzten Wände mit sichtbarem Gemäuer verraten nicht nur Alter und Art, sie sind auch Teil eines Ambientes und zum Heimelig fühlen, gepaart mit neuem Bodenglanz und Holzverschalungen, im Eingang die neue Garderobe – es macht was her, repräsentiert und symbolisiert. Und so auch die Kultur neu willkommen! Letztes Jahr der Comedyabend mit der Saubachkome.de,  im „Engel“ nebenan gastierte Generalinspekteur a.D. Wolfgang Schneiderhan mit (s)einem interessanten Fachvortrag. Nächstens gibt es einen offenen Abend mit der Überschrift „vive la france“. Und im Dorfzentrum singen, unterhalten und begeistern bald die Schrillen Fehlaperlen; diese Veranstaltung im April übrigens schon jetzt ausverkauft. Die Halle bebt, hier drinnen lebt‘s und das Knorren und Hartverweilen  auf den nostalgischen Stühlen gehört (noch) mit dazu.  

Vor 30 Jahren, genauer am 13. Juni 1987, haben der damalige Hoßkircher Bürgermeister Anton Rimmele und sein Kollege Claude Renou aus dem ca. 40 km südlich von Paris gelegenen französischen Mauchamps den Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Gemeinden unterzeichnet. Unsere Partnerschaft feierte vom 28. April bis 01. Mai 2017 im festlichen offiziellen Rahmen ihr 30-jähriges Jubiläum. Eine Delegation aus Hoßkirch, darunter auch Schultes Haug mit Partnerin, war nach Mauchamps gereist. Von langen bereichernden Begegnungen darf die Rede sein. Es liegt an der Herzlichkeit der Bürgerinnen und Bürger und es liegt an der geistigen Nähe, die die Gemeinden auszeichnet. Im Mai 2018 dann der Gegenbesuch und die Dreijahrzehntefeier auf hiesigem Boden. Ganze  300 Jahre ist es her, dass die Kapelle am Friedhof errichtet wurde und mit viel Eigenleistung saniert worden ist; im letzten Jahr gab es ein würdiger Jubiläumsakt plus Segnung des „Oißakäpelle“ in Hoßkirch. Erster Hoßkircher Weihnachtsmarkt, - dieser fand im Dezember statt. Die Idee zu diesem Fest kam von den örtlichen Vereinen, die hierzu eine Menge aufgeboten hat. Wär‘ doch was, wenn  sich hier auch ein Langanhaltendes entwickelt, brauchen ja nicht gleich auf 300 Jahre blicken, 30 reichen auch (für’s erste;-). 

Ein wichtiges Thema was wir im vergangenen Jahr baulich mit angestoßen haben: die Sanierung der Kanalisation in der Königseggwalder Straße. Ein doch auch mächtiges Unterfangen; die hydraulischen Maßnahmen in fast 10 Meter Tiefe und in Kosten mit über einer Million Euro. Oft ist es nun mal so dass man das, was unter den Boden kommt gar nicht sieht, auch nicht sehen will – dieser Bauabschnitt I aber ein sehr bedeutendes und ein grundlegendes für die Weiter-/Entwicklung unseres Orts und ein absolut Dienliches für all‘ seine Bürgerinnen und Bürger. Da versteht man erst recht nicht, wenn aus der eigenen Bürgerschaft manch Umleitungsbaracken verbal auf- und  umgebaut werden.

Nicht weniger Geld, d.h. um die 1,7 Millionen Euro kostet die neue Wasserverbindungsleitung von Heratskirch über Hüttenreute, Milpishaus, Sandhaus, Watt bis hin ins Pumpwerk Hoßkirch, aber genauso auch bedeutend diese Maßnahme für unsere Einwohner. Bauherr ist der Zweckverband Hundsrücken. Der Endverbraucher darf sich über eine sichere und qualitativ gute Wasserversorgung erfreuen, und der Löschwassernutzen ist von hohem Wert. Im, d.h. für den Hoßkircher Ort wird die Druckerhöhungsanlage rundum erneuert und die Hydraulik im Ortsnetz grundlegend saniert. Naja, und dann kommt es eben und leider schon mal vor, dass das Wasser im Haushalt ausbleibt. Aber sehen wir es optimistisch und sind froh, das ganze Zeug auf Vordermann zu bringen. Der Kläranlagenaufschluss nach Ostrach ging einwandfrei vonstatten, der Abwasserzweckverband Ostrachtal, ein vorbildliches funktionierendes interkommunales Projekt, ist 2017 durchgängig in Betrieb gegangen. Unser Kläranlagegebäude und –Gelände haben wir sinnvoll zum Bauhofzweck umgenutzt. Und sowieso entwickelt sich unser Bauhof immer noch mehr zu einem fortschrittlichen Dienstleister; Winterdienst, Grün- und Anlagenpflege, Hausmeisterservice und vieles andere an dieser Stelle genannt, und da ist es doch ein Muss, anstelle Privatjahrzeugen auf einen neu angeschafften Bauhofpritschenwagen zurückgreifen zu dürfen und fortan zu können. Der Transporter in der Farbe weiß, passend zu unserm verlässlichen Herrn namens Weiß.

Wir müssen unsere Strukturen nebst den Bereichen Abwasser/Wasser/Löschwasser insbesondere bei der Energieversorgung anpassen. Die Energieagentur Ravensburg gGmbH ist uns ein willkommener Unterstützer. Bei einem nicht unwesentlichen Teil der Straßenbeleuchtung ist anstelle herkömmlicher Leuchtmittel nunmehr energiesparendes LED eingebaut worden. Hoßkirch leuchtet? Nicht wirklich! Immer wieder gibt es unliebsame Ausfälle anderswo an Straßenzügen. Wir sind laufend dran, heut‘ auch schon den ganzen Tag, aber es geht nur mühsam und schleppend voran was am komplexen wie der leider sehr undurchsichtigen Ortsleitungsnetzzusammenführung liegt. Darum erfreuen wir uns lieber dem Schönen; die wie gesagt neuen LED Lampen entlang der ganzen Ortsdurchfahrten, und auch mit den Blumeninseln anstelle der maroden Betonverkehrsrampen ist ein Frisches in der Hinsicht gelungen.

Stichwort Breitband und flächendeckend schnelles Internet: es wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet und verabschiedet, eine Fachförderung ist gestellt; der Zuschussantrag liegt beim Ministerium – und jetzt warten wir auf den Positivbescheid, und wenn es sein muss, dann holen wir den persönlich in Stuttgart ab. Mit einer medizinischen Versorgung können wir im Ort leider nicht auffahren, das wäre auch ehrlich gestanden zu viel des Guten – aber immerhin, unser neu installierter Apothekerbriefkasten bietet einen prima Service; nutzen Sie den einfach. Und wer nach auswärts will und es an Fahrgelegenheit fehlt oder der ÖPNV zu wenig hergibt, dem hilft bald der Bürgerbus Ostrach in Kooperation Hoßkirch ab.  Sie sehen, in Hoßkirch wird die Arbeit nicht gescheut und an Ideen sind wir nicht verlegen.

Meine Damen und Herren, wenn ein Fußballspiel in die Verlängerung geht, ist noch nichts entschieden. Alle warten auf das spielentscheidende Tor. Hier in unserer Gemeinde ist das anders. Wir haben in den vergangenen Jahren trotz bekannter Haushalts-Engpässe viel erreicht und einige Projekte auf den Weg bringen können. Die genannten Beispiele bestätigen das. 2017 war für Hoßkirch also ein sehr aufregendes, aber auch sehr vielversprechendes und abwechslungsreiches Jahr, in dem es viel zu tun gab. Und für einige unserer Bürgerinnen und Bürger ganz besonders viel! Und deshalb ist es auch mein dritter Punkt, diesen Menschen heute danke zu sagen: all jenen, die sich für die Belange unserer Gemeinde und das Wohl der Bürger eingesetzt haben. Und insbesondere jenen, die immer zur Stelle sind, wenn Not am Mann ist, und die sich um unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger kümmern. 

Hierbei streiche ich den Begriff Ehrenamt heraus, denn auch die Bedeutung des Ehrenamts wird neuerdings sehr eindringlich beschworen. Ohne Ehrenamt sei kein Staat zu machen, heißt es immer wieder, und dabei ist dies durchaus wörtlich gemeint. So sehr dies in der Sache stimmt, so sehr ist es in meinen Ohren eine missverständliche Formulierung. Ehrenamt bedeutet nicht einzuspringen, wo Staat fehlt. Ehrenamt ist vielmehr Ausdruck von Bürgertum, Ausdruck eines bürgerlichen Selbstverständnisses als starkes und solidarisches Mitglied der Gemeinschaft. Ehrenamt ist somit letztlich schlicht die Wahrnehmung und Ausübung von Freiheit. Die Ausübung von Freiheit für ein Ziel, das einem selbst wichtig ist und das man mit der Gemeinschaft teilt. Unsere Vereine machen das bravourös – und schön dass sie heute so zahlreich erschienen sind. Begrüßen Sie mit mir die Vertreter der Musik, Narren, vom Sport, der Blutreiter, Landfrauen, Partnerschaftsausschuss und der Kulturinitiative.    

Ende August und auch zum Jahresbeginn schon zog über Hoßkirch ein Sturm hinweg. Das Unwetter richtete etliche Schäden an. Die Freiwillige Feuerwehr musste in voller Mannschaftsstärke ausrücken, um Schadensbehebung zu machen. Unsere moderne Feuerwache spiegelt die Wertschätzung der Feuerwehrarbeit wider. Und wir freuen uns besonders über die Buben in unserer Jugendfeuerwehr; sie sind unser Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels. Retten, Löschen, Bergen, Schützen, das sind die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Feuerwehrmann zu sein ist in unserer Gemeinde eine hoch angesehene Tätigkeit. Die Menschen vertrauen ihnen. Damit das so bleibt, bitte ich sie um eure Unterstützung – und von der Gemeinde bekommen Sie auch weiterhin die nötige Unterstützung. Nebst Feuerwehr gehört zur sogenannten Blaulichtfraktion die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und die Helfer Gruppe vor Ort sowie die DLRG mit dazu. Sehr herzlich willkommen lieber Feuerwehrkommandant Jürgen Kästle und Jugendleiter Michael Wetzel mit Teams, Herrn Sebastian Müller für die DLRG und eine genauso herzliches Willkommen Herrn Polizeihauptkommissar Frank Fink als Leiter des Polizeipostens  Altshausen. In der „Reihe der Helfer“ noch mit angeführt den Medizinischen Direktor und stellvertretenden Geschäftsführer der Oberschwabenklinik gGmbH (OSK) Ravensburg; schön dass Sie uns, lieber Dr. Jan-Ove Faust, mit Ihrem Besuch beehren. 

Bei der Feuerwehr gab es übrigens „einen Generationswechsel“ wie es die Schwäbische Zeitung in der Berichterstattung überschrieben hatte. Eine Handvoll altgedienter Kameraden sind ausgeschieden und haben die Verantwortung an jüngere übertragen. Für seine Verdienste in der Wehr und zum Schutze des Gemeinwohls wurde Herr Richard Wetzel zum Ehrenkommandanten bestellt; dafür an heutiger Stelle nochmals Gratulation – er wohnt der Veranstaltung samt seines Ehrenkommandantenkollegen Helmut Hipp bei; ein persönliches Grüß Gott Ihnen beiden.

Wir alle wissen, Politik ist kein leichtes Geschäft, auch Lokalpolitik nicht. Manchmal wird mit harten Bandagen gekämpft, oft wird nächtelang um eine verträgliche Lösung gerungen. Und geschafft dazu. Ich möchte das auf unseren Rat und unsere Verwaltung übertragen – und die Ausdauer kommt uns dabei zugute. Es waren Anstrengungen, und wenn wir zurückblicken können wir sagen, die Anstrengungen haben sich gelohnt. Ein Grüß Gott in dieser Runde den Kolleginnen und Kollegen von Gemeinderat, Gemeindeverwaltung, Bauhof und Gemeindeverwaltungsverband – der GVV  Altshausen bei der Veranstaltung hier von Herrn Verbandsbaumeister Konrad  Salvenmoser vertreten, und im Atemzug mit der kommunalen Familie, für die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke und die Energieversorgung Baden Württemberg Herr Stefan Dangel zugegen. 

Personelle Veränderungen hatten wir auch im kommunalen Gremium. Nach 27 Jahren aktiver Mitarbeit ist Anton Michelberger als Gemeinderat zurückgetreten und hat den Platz für Daniel Wilke freigemacht. Große Erfolge durfte Michelberger in der langen Zeit mit erfahren, der nachgerückte  Kollege wird bald eigene Erfolge mit ernten – jedenfalls hat er sich schon gut eingearbeitet und gut in unseren Reihen eingelebt. Beide sind sie hier, eben nur im Rollentausch, vom Rats- zum Gästestuhl und vom Gäste- zum Ratshocker nun. Personal „ausgetauscht“ noch anderswo: Unser Dorfladen hat eine neue Betreiberin, und Frau Nicole Neubauer samt Team empfangen wir mit guten Wünschen. 

In Hoßkirch stehen Kirche und Politik nicht nur in räumlicher Nähe. Auch wenn Pfarrer Jeeson heut nicht da sein kann – er lässt sich entschuldigen und Sie alle grüßen – ist das Zusammenwirken im dienstlichen wie im menschlichen von Offenheit und Vertrauen gesegnet. Da freue ich mich sehr darüber. Und Hans Halder, der stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende weilt diesem Empfang zugegen und wird die Botschaft sicher weitertragen, ebenso wie Frau Emma Scharnach, Kirchengemeinderätin aus Altshausen, die für Frau Pfarrerin Koch vor Ort heut ist. Gerade doch die persönlichen Beziehungen, ja Verbindungen und das Zusammenstehen überhaupt nehmen immer mehr eine ganz bedeutende Rolle ein. Und so war es für die weltliche und kirchliche Gemeinde erst recht auch, als der Ort und Familien durch das bestürzende Vorkommnis im Februar letzten Jahres erschüttert wurden. Bitte lassen Sie uns allen Angehörigen gemeinsam beistehen. Zu guter Letzt in Erwähnung nun die Nachbarschaftshilfe und die Personen, die sich um die Betreuung und damit um einen erfolgreichen Weg zum „integrierten Gelingen“ bemühen; an dieser Stelle gebührt mein Gruß insbesondere dem Flüchtlingsbetreuungsstab von OKAY. Und mit einer großen Freude nehmen wir es an, dass die  Pfarrhausbewohner als unsere lieben Nachbarn und gern gesehene Neubürger heute und hier zugegen sind.  

Ihnen allen sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren sage ich im Namen unserer Gemeinde und auch persönlich noch einmal herzlichen Dank! Sie gehören zu den Menschen, die es uns in Hoßkirch ermöglichen, dass sich unsere Hoffnungen erfüllen! Und natürlich haben wir hier auch wieder „Visionen“ und „große Vorhaben“, wie Wilson es nannte. Womit ich schon beim vierten meiner fünf Punkte bin, gemeint weitere Ziele, und welche Vorhaben weiter vorangetrieben werden sollen.

In Weiterführung der Arbeiten Kanalisation und Königseggwalder Straße kommt es zu Tiefbaueingriffen in die Hauptstraße – spannend dann die(se) Umleitungsführung. Und wie Sie es sich denken können, nach Bauabschnitt I folgt irgendwann BA II, und hoffentlich mit denselben hohen Förderungssummen; vor das Auge gehalten: 80 Prozent sind wahrlich nicht ohne. „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ heißt es bei Wilhelm Busch in seinem unvergessenen Klassiker Max und Moritz. Wir haben beim Seebad schon „zugeschlagen“, jetzt, nach dem ersten Schritt mit neuem Gebäude, die Außenanlagen am See schon in fester Planung und die bauliche Umsetzung im Visier. Die Idylle am Hockysee bleibt erhalten, sie kriegt aber einen erforderlichen Feinschliff in Form einer Neuüberarbeitung und Neugestaltung, wodurch sich jung und alt hier wiederfinden und alle Klassen liebend gern da draußen verweilen mögen. Einen Planentwurf haben wir Ihnen an der Seitenwand zur Ausschau gestellt; bei Fragen und Anregungen ruhig auf mich  zukommen. Das Ganze ist ein Förderprojekt von Leader, und im Zuge der bereits positiv bewilligten Vorhaben wird eine Anbindung vom See zum Ort und bis hin zum Rathausplatz geschaffen. Statt dortige Leere eine vielseitige Fülle, was so viel heißen will, aus einem leeren einen lebendigen Platz zu gestalten, und als sozusagen neue Dorf- und Begegnungsstätte. Wir leisten damit einen Beitrag zur Attraktivität unserer Gemeinde und Region. Und erst recht, wenn die Lok, der Zug nicht mehr nur an Hoßkirch vorbeifährt, sondern der Radexpress hier bei uns im Ort auch tatsächlich Halt macht. Für das Bahnprojekt Haltestelle Hoßkirch gibt es bereits Überlegungen, Anträge und gewisse Zusagen. Und für den erwähnten Rathausplatz schon gereifte Skizzen.

Meine Damen, meine Herren, der Wille kann Berge versetzen, sagt man. Das stimmt zum Teil. Allerdings kann man mit noch so gutem Willen keine Rechnungen begleichen. Dafür braucht man Geld auf dem Konto. Um es mit den Worten der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher zu formulieren: „Nicht ein Einziger würde sich an den guten Samariter erinnern, wenn der nur gute Absichten gehabt hätte. Er hatte auch Geld.“ Nun ist unsere Gemeinde kein Samariter, obgleich wir uns bei allem, was wir tun, dem Gemeinwohl in starker Weise verpflichtet fühlen. Unsere Einfälle und Arbeit sind unser Motor, der uns antreibt. Doch ohne Benzin kommen wir keinen Meter voran. Unser „Benzin“ sind die Zuschüsse, die uns im vergangenen (und kommenden) Jahr wieder zugekommen sind (zukommen werden). Und darüber freuen wir uns sehr, dass die so wunderbar verläuft. Und es ist ebenso eine Schönes, sozusagen Steigbügelhalter zum Greifen da zu haben: Die Herren Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Benjamin Strasser sowie Herr  Landtagsabgeordneter August Schuler erweisen uns am heutigen Abend mit ihrer Anwesenheit eine freudige Ehre – wir Hoßkircherinnen und Hoßkircher sind sehr stolz darüber und empfangen Sie mit einem herzlichen und frischen Applaus. Im Sinne lieber Axel, lieber August, immer wieder und immer gerne dort und hier, und lieber Herr Strasser, auch für Sie die Türen gerne, jederzeit offen – den obligatorischen Antrittsbesuch haben wir ja schon im Kalender. Wenn‘s ums Geld geht Sparkasse; sagen die einen,  – den Weg frei machen; die anderen. Ich darf begrüßen die Herren Oliver Gleich, Filialdirektor der Kreissparkasse Ravensburg und Herrn Edmund Arnold, Bereichsleiter der Volksbank Bad Saulgau eG.

Energieeffizienz, peu à peu die LED-Lichtumstellung an weiteren Straßenzügen, der Breitbandausbau und öffentliches WLAN sind weitere Aufgaben, die uns künftig beschäftigen. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen groß und die Schaffung von Wohnraum wird 2018 im Mittelpunkt unseres kommunalen Handelns stehen. Dabei ist nebst umweltrelevanten Belangen insbesondere die Grundstücksverfügbarkeit „das“ entscheidende Kriterium. Wohnen und arbeiten stehen mitunter auch für eine Familienfreundliche Gemeinde. Von daher schon müssen (werden) wir also nachlegen. In diesem Zusammenhang natürlich das Kinderhaus und die Schule zu sehen: Die Gelder, die wir für breitgefächerte Kinderbetreuungsangebote im Ort hineinstecken sind lohnende Zukunftsinvestitionen. Erzieherinnen und Verwaltung arbeiten derzeit an einem neuen Konzeptionsmodell um noch mehr bieten zu können. Und in Altshausen wird es einen Erweiterungsbau für die Herzog-Phillip-Verbandsschule geben. Es freut mich sehr, dass die Erzieherinnen vom Hoßkircher Kinderhaus heute anwesend sind, und mit Freude dürfen wir den Besuch von Frau Schulleiterin Cornelia Schneider aus Altshausen vernehmen sowie von Herrn Fritz Müller, dem ehemaligen Rektor der Grundschule Riedhausen. Wer weiß, vielleicht gibt es für sie ja noch mehr zu tun, dann, wenn der Kinderzuwachs schlagend nach oben geht – wie Sie wissen, hat sich letzten Jahres nämlich der Storch in unserem Ort niedergelassen und es wird absehbar ein Storchenumzug auf das Dach des Rathauses-Kindehaus geben. 

Ich habe vorhin von wohnen und arbeiten gesprochen, so möchte ich zum Schluss nun das Thema Gewerbe kurz ansprechen. Unser ‚Gewerbegebiet Hoßkirch Ost‘ schreitet formal voran, die Chancen zur Ausweisung und Erschließung stehen mittlerweile wirklich gut. Noch gab es keinen Spatenstich, zumindest aber Bodenstiche, die uns Aussagen über Erschließung, Bebauung und dergleichen bringen. Und Rottenburg, die Pfarrstelle/Diözese als Eigentümer, hat ebenso und erfreulicherweise schon entsprechende Signale geliefert. Wir bleiben optimistisch, vor allem hartnäckig dran.   

Liebe Gäste, Sie sehen, wir haben viel vor! Was mich auch schon zum fünften und letzten meiner Punkte bringt, nämlich dem „Wir“! „Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen.“ Diesen Satz sollten wir uns alle zu Herzen nehmen. Denn Hoßkirch, das sind wir! Jede Einzelne und jeder Einzelne von Ihnen! Für ein friedliches und zufriedenes Miteinander kommt es auf uns alle an, ebenso wie für den Fortschritt, den wir in unserer Gemeinde anstreben. Und deshalb schließe ich mein 5-Punkte-Programm nun mit den Worten: 

Tragen Sie unsere Visionen mit. Seien Sie sich bewusst, dass auch auf Ihnen die Hoffnung ruht. Und verwirklichen wir 2018 und in den kommenden Jahren gemeinsam noch viele große Vorhaben hier in Hoßkirch.

Liebe Gäste, dieser Bürgerempfang zum neuen Jahr dient dazu, Ihnen Bilanz wie Ein- und Ausblick unseres kommunalpolitischen Tuns zu überbringen; er dient aber vor allem dazu, den Kontakt mit Ihnen zu pflegen und Ihnen im persönlichen Gespräch über unsere Pläne und Projekte zu berichten. Schön, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Meine Rats- und  Rathauskollegen und ich freuen sich darauf, mit Ihnen nachher persönlich ins Gespräch zu kommen. Denn Vertrauen und Transparenz sind wichtige Voraussetzungen, um erfolgreich zu akquirieren und letztendlich erfolgreich zu sein. Und ich glaube, ich weiß, da denken die Herren Abgeordneten aus Berlin und Stuttgart gleich – und wenn es ihre kostbare Zeit erlaubt, dann mischen sie sich nachher unter uns, und Sie wiederum gehen einfach auf sie zu ;-) 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nun wünsche ich Ihnen ein paar schöne Stunden bei unserem Neujahrsempfang. Stoßen Sie mit uns an auf ein schönes und erfolgreiches neues Jahr. In diesem Sinne ein – wenn auch leicht verspätetes – „Prosit Neujahr“! 

Vielen Dank, danke für Ihre Aufmerksamkeit.“ Ihr Roland Haug, Bürgermeister

 
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Mehrmals Blut gespendet – und das ganz freiwillig und ganz nach dem Gemeinsinn, haben Beate Bauhofer (10x), Regina Renz (50x), Josef Straubinger (10x) und Helmut Striegel, Letzterer ganze 100 Mal. Sie haben nicht gezögert, sie haben im wahrsten Sinne Blut gelassen und Ihren kostbaren Saft anderen, d.h. hilfsbedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt. Ihr Blut rettet(e) Leben! Den genannten Personen wurde der Dank öffentlich zum Ausdruck gebracht – dazu gab es für sie nebst anhaltendem Beifall eine Ehrenurkunde, Ehrennadel und ein Präsent der Gemeinde. Begrüßung und Ansprache von Bürgermeister Roland Haug mit Rückblick 2017 und Ausschau 2018
   
 
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